28.11.2016

Axel Hacke: Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

Antje Kunstmann Verlag - ISBN: 978-3-95314-118-8 Preis: 18,00 Euro


Axel Hacke, Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

Den, der die Welt erschaffen hat, hatte sich Axel Hacke immer als einen melancholischen alten Herrn gedacht, der etwas Großes hatte tun wollen und nun einsehen muss, dass ihm nicht wieder gutzumachende Fehler unterlaufen sind. In „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ schildert er seine Begegnung mit diesem alten Herrn, der sich entschlossen hatte, einmal für eine Weile in seiner Schöpfung zu leben. Aber wenn dieser alte Herr die Welt ansehe, quäle es ihn, was er angerichtet habe, bis zum Urknall zurück reue es ihn.

Und Gott sagt: „Er habe das Böse geschaffen, weil er gedacht habe: Wie solle man das Gute erkennen, wenn es das Böse nicht gebe? Wie könne man den Tag begrüßen, wenn man die Nacht nicht habe? Wie sei es möglich, das Leben zu schätzen, wenn es keinen Tod gebe?“

Auf gemeinsamen Spaziergängen durch München unterhalten sich der Autor und Gott über die Welt und erleben seltsame Dinge. Einmal lässt Gott den steinernen Löwen vor der  Feldherrenhalle durch einen brennenden Reifen springen. Ein andermal schweben über den Autoren und seinem Büroelefanten zwei Regenwolken, die die Beiden bis ins Büro verfolgen und sich im Büro über der Badewanne ausregnen. Wenn der Autor dies seinen Kindern und seiner Frau erzählt, freuen die sich über seine Fantasie und wie schön er Geschichten erzählen kann. Darüber habe ich mich auch gefreut und das Lesen dieses Buches hat mir großes Vergnügen bereitet.